Integration beginnt vor Ort, das heißt für mich: hier im Bezirk. Als Meidlinger Grüne will ich erreichen, dass die Finanzierung von Sprachkursen in Kindergärten und Grundschulen im Bezirkshaushalt höchste Priorität hat. Integrationspolitik ist für mich jedoch viel mehr als Förderung des Spracherwerbs.
Ich will, dass die Teilhabe der Migranten im Bezirk gestärkt wird: Viele Vereine und Initiativen sind seit vielen Jahren in der Beratung aktiv und unterstützen Migranten in allen Fragen des Lebens.
Wir Grüne wollen, dass es endlich eine/n StaatssekretärInn gibt. Im Integrationsbeirat sollen nicht nur 4 NGO’s sitzen, sondern alle Vertreten sein.
Vereine der verschiedenen Nationalitäten sollen zusammenarbeiten und die Möglichkeiten haben, sich zu den bezirkspolitischen Fragen zu äußern. Wir sind in Meidling auf die Mitarbeit der aktiven und demokratischen Migranten angewiesen.
Ich werde weiter für Projekte der interkulturellen Elternarbeit und Kampagnen gegen Zwangsheirat eintreten. Wir Grüne in Meidling müssen Ausbildungsmöglichkeiten im Bezirk initiieren und unterstützen die Bewerbung von jungen, qualifizierten Migranten für den öffentlichen Dienst im Rathaus.
Ältere nicht abschieben – für ein selbstbestimmtes Leben
Alte Menschen werden viel zu häufig nur als Last betrachtet. Viele ältere Menschen sind heute durchaus in der Lage und haben Spaß daran, sich aktiv in ihre Nachbarschaft einzubringen und ihre wertvollen Erfahrungen und Fähigkeiten den Jüngeren zu vermitteln. Projekte und Aktivitäten wie Lesepatenschaften für Kindergärten, Schülerhilfen, MentorenInnen unter-stützung für Jugendliche beim Einstieg in den Beruf oder einfach der Austausch von Erfahrungen zwischen Jungen und Älteren sollen und müssen wir verstärkt anregen und fördern.
Ältere Menschen sollen so lange wie irgend möglich ihre Selbstständigkeit wahren können. Dazu sind Wohnformen und Netze der Assistenz und Pflege zu entwickeln und zu ermöglichen, die verhindern, dass Menschen bei zunehmender Pflegebedürftigkeit aus ihrer gewohnten Nachbarschaft gerissen werden oder die Kontrolle über ihren Tagesablauf aufgeben müssen.
Die Bedürfnisse der älteren Menschen müssen im Mittelpunkt von Pflege stehen, dabei ist besonders auf den Respekt vor unterschiedlichen kulturellen Prägungen zu achten.
Menschen mit Behinderung die Teilhabe erleichtern
Menschen mit Behinderung werden immer noch zu oft zu Objekten der Fürsorge degradiert. Gerade an Hilfen zur Selbstständigkeit wird häufig gespart (z.B. Assistenz, Transport, Eingliederungshilfen). Heimunterbringungen sollten wo immer möglich durch ambulante Unterstützungen vermieden werden.
Immer noch gilt auch in Meidling der Satz: „Behindert ist man nicht, behindert wird man“. Damit Meidling künftig „barrierefreier“ wird, müssen wir die wirklichen Experten für diese Fragen, die Betroffenen, unterstützen und die Stellung des Beirates und der Beauftragten für Menschen mit Behinderung gegenüber der Verwaltung stärken.
Wir müssen in Meidling eine Hörbehindertenberatungsstelle fördern. Diese kann bewirken, dass eine große Anzahl von Kindern durch die gute Betreuung und die intensive Beratung der Eltern ein völlig integriertes Leben mit einem normalen Schul- und Ausbildungsweg führen können.
Bürger beteiligen
Wir, als Grüne Meidling müssen die Bürgerbeteiligung in den nächsten Jahren stärken. In kommunalen Fragen haben Bürgerinnen und Bürger das Recht, Einwohnerversammlungen zu verlangen; sie müssen im Bezirk Einwohneranträge stellen können und Bürgerentscheide durchsetzen.
Wir müssen gemeinsam im Bezirk mit den Menschen zusammenarbeiten, damit wir unseren Bezirk gestalten können, und in wieder Lebenswert machen.
Wir, als Grüne Meidling müssen diese Instrumente weiterentwickeln um sie effektiver einsetzen zu können.
Bürgerfreundliche Verwaltung
Die Verwaltung muss zum Dienstleister für Bürgerinnen und Bürger werden. Die Öffnungszeiten müssen bürgerfreundlicher werden, Wartezeiten sind durch Terminvereinbarungen zu vermeiden, die telefonische Erreichbarkeit der Verwaltung ist sicherzustellen.
Dort wo mehrere Stellen mit der Bearbeitung eines Anliegens befasst sind, müssen Akten weitergereicht und nicht Bürgerinnen und Bürger von Amt zu Amt geschickt werden.
Für jeden Vorgang ist ein Bearbeitungszeitraum zu vereinbaren und einzuhalten. Wir Grüne müssen uns für diese Verbesserung einsetzen.